Ein Tag am Meer ohne das Schreien der Möwen? Undenkbar!

Jeder, der schon mal an einer Küste stand, hat nicht nur das Geräusch von Wind, Wellen und Brandung im Ohr. Zu jedem Strandsoundtrack gehört auch das Schreien der Möwen. Nur so wirkt eine Küstenszene authentisch.

Und tatsächlich gehören die Schreie der Möwen seit Jahrtausenden zum Meer, wie der Uhu in den Wald. Die Möwen kommunizieren lediglich miteinander und die Lautstärke hat nichts damit zu tun, dass die Tiere gerade verärgert sind oder sich in der Balz befinden.

Gegen den Sturm anschreien

Vielmehr ist es auf dem Meer durch die Brandung und die Wasserbewegungen sehr laut. Gerade bei Sturm versteht man auch als Mensch kaum sein eigenes Wort. Im Gegensatz zum Menschen kommen Möwen aber locker auf 85 Dezibel und sind damit fast so laut, wie ein LKW oder ein Motorrad.

Ein ähnliches Problem hat die Schifffahrt. Genau aus diesem Grund sind auch die Hörner der Schiffssirenen (Typhone) nicht gerade Flüstertüten. So kann man Beispielsweise das Schiffshorn der Queen Mary II bis zu 18 km weit hören.

Windstill oder Orkan – völlig egal!

Möwen sind also drauf angewiesen, sich möglichst laut verständlich zu machen. Dabei unterscheiden Sie allerdings nicht, ob sie sich gerade in einem Sturm, auf hoher See, oder im Vorgarten einer Sylter Villa befinden. Daher empfinden Küstenbewohner das Möwengeschrei ähnlich laut, wie die Dorfbewohner den Weckruf eines Hahnes am Morgen, oder Waldbewohner das „WooWoo“ einer Eule.

Man sollte also, bevor man sich ein kleines Strandhäuschen kauft, oder das Hotelzimmer bucht, bewusst machen, dass es auch Nachts und am frühen Morgen kein ruhiges Vergnügen wird. Zum Meer gehört immer eine Geräuschkulisse und ein Teil davon ist eben das Schreien der Möwen.

 

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