Dem aufmerksamen Leser der vorangegangenen Möwen-Wikis, wird aufgefallen sein, dass eine Möwe nicht gleich Möwe ist und dass es viele Möwenarten gibt. Die Möwe an sich gehört zur Klasse der Vögel. Genau wie die Raubmöwen, Seeschwalben, Alkenvögel und Scheren- schnäbel. Zur Ordnung der Regenbogenpfeiferartigen gehören sie auch alle. Und dann geht es los.

Möwen gehören zur Familie der Möwen. Und Raubmöwen zur Familie der Raubmöwen. Seeschwalben zur Familie der Seeschwalben und ebenso verhält es sich mit den Scherenschnäbeln und Alkenvögel.

Innerhalb dieser Familien gibt es dann eigene Arten. So wie bei den alten Römern und den Wickingern, um diese mal als Beispiel zu nehmen. Hier wird das Wort Familie in das Wort Volk eingetauscht. Es sind aber alles Menschen, die nur innerhalb ihrer unterschiedlichen Völker viele kleine, sehr unterschiedliche Familien hatten. Jede Familie hat ihre eigene Geschichte und eigene Mitglieder. Am Ende sind es alles Menschen, so wie Vögel am Ende alles Vögel sind.

Egal ob Möwe oder Seeschwalbe. Zu den Alkenvögeln gehören zum Beispiel die Papageientaucher oder die Dickschnabellummen. Die Scherenschnäbel heißen alle mit Nachnamen Scherenschnäbel wie zum Beispiel Schwarzmantel-Scherenschnabel oder Braunmantel-Scherenschnabel. Scherenschnäbel sind nicht die originellsten. Wie es die Namen schon sagen, kann man sie in der Regel an der Farbe unterscheiden.

Bei den Seeschwalben sieht es kaum origineller aus, nur dass es wesentlich mehr Arten der Seeschwalben gibt und zu denen auch die wunderschönen Feenseeschwalben oder Elfenseeschwalben gehören.

Die Raubmöwen sind die größten in der Ordnung der Regenbogenpfeiferartigen und machen es den anderen Vögeln gerne schwer, in dem sie ihnen die Beute abjagen oder sie attackieren und sogar fressen. Einer muss ja der Böse sein. Die meisten Autoren klassifizieren sie dennoch gerne in die Familie der Möwen, weil auch Möwen durchaus garstig werden können und sie sich im äußeren Erscheinungsbild sehr ähnlich sind.

Möwen sind mehr als wehrhaft. Vor allem, wenn es um ihre Küken geht. Aber dazu erzählen wir ein anderes Mal Näheres. Einige Möwenarten sind sehr anpassungsfähig und kulturfolgend. Das heißt, es gibt Möwen die auf Müllhalden ihre Beute finden oder bei fischbezogenen Betrieben auf der Lauer liegen. Einige sind sogar Kannibalen und fressen die Küken der anderen. Auf die verschiedenen Arten der Möwen kommen wir noch.

Da wäre zum Beispiel die Maorimöwe. Nein, sie ist nicht tätowiert mit Stammeszeichen, wie die menschlichen Maori-Völker. Sie lebt aber in Neuseeland und kann sicher viele Geschichten erzählen. Oder die seltenste Möwenart der Welt – die Lavamöwe. Sie ist nicht nur selten, sondern sogar stark gefährdet. Es sind überaus interessante und vielfältige Tiere, die sich ungern in eine Schublade stecken lassen.

Da würden sie laut kreischend und schimpfend wieder heraus kommen. Wie es sich für eine Möwe gehört, die etwas auf sich hält. Möwen halt.

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