Die Piraten unter den Möwen – die Raubmöwen

Man erkennt diese gefürchteten Vögel vor allem daran, dass sie dunkles Gefieder haben und wie Wegelagerer anderen Vögeln die Beute abjagen. Raubmöwen sind aber auch Aasfresser und gehören zu den aggressiven Exemplaren unter den Möwen.

Zu den Raubmöwen gehören die Schmarotzermöwe, Spatelmöwe, Falkenmöwe und – die größte von allen – die Skua. Diese Möwenart lebt vor allem in den nördlichen Ländern wie Island, Norwegen, den schottischen Inseln und im nördlichen Atlantik.

Raubmöwen sind alle sehr speziell!

Die Schmarotzerraubmöwe ist der Artist unter den Raubmöwen, da sie auch auf dem Rücken fliegen kann. Geduldig wartet sie, bis zum Beispiel Papageientaucher mühsam in der Brandung des Meeres einen Sandaal oder Hering ergattert haben und versuchen dann dem Papageientaucher die Beute abzunehmen, wenn dieser sich auf den Rückweg zum Nest mit seinem Jungen macht. Sie bedient sich aber auch gerne an den Nestern anderer Vögel. An den Eiern, aber auch an den Küken.

Die Falkenmöwen sind die Prachtvollen unter den Raubmöwen mit einer schwungvollen langen Schwanzfeder. Außerdem gehört diese zu den Zugvögeln und man kann sie deshalb auch hin und wieder an den deutschen Küsten sehen.

Die Spatelmöwe ist ein hochspezialisierter Jäger von Lemmingen und bewohnt vor allem die arktische Tundra rund um den Nordpol. Ausserhalb ihrer Brutzeit leben diese Möwen ausschließlich auf hoher See und überwintern in den Meeren der Tropen und Subtropen.

Die größte der Raubmöwen ist die Skua. Mit 58cm Höhe und einer Spannweite von 140 cm sieht sie gewaltig aus. Wie bei allen Möwen hat auch sie Schwimmhäute zwischen den Zehen und jagt anderen Tieren die Beute ab oder räubert Nester aus. Wenn so ein Riese im Sturzflug auf einen zukommt, sollte man flüchten.

Schon die Küken sind voll bewaffnet

Raubmöwen sind alle Nestflüchter und wenn dann Feinde ins Revier kommen, kann man beobachten, wie mutig und wehrhaft schon die Kleinsten unter ihnen sein können. Geschlechtsreif werden auch diese Vögel erst im 4–5 Lebensjahr. Vorher sind sie Teenager, die lernen was nötig ist. Also vorsicht – auch die Kleinsten wissen schon, wo es lang geht und sind nicht zu unterschätzen!

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